OpenStreetMap Karten für Garmin GPS Geräte und QLandkarte

Über das Programm QLandkarte (Windows, MacOSX, Linux) hatte ich ja schon berichtet. Für Garmin GPS Geräte gibt es Weltweite kostenlose OpenStreetMap Karten, die einfach in QLandkarte genutzt werden können. Fast alle kostenlosen Karten sind “Routable” (Auto), enthalten teilweise Höhenlinien (Reit und Wanderkarte) oder sind speziell für die Navigation mit dem Fahrrad ausgelegt.

Viele kostenlose Karten werden täglich/wöchentlich oder Monatlich aktualisiert. Für Windows gibt es meistens einer Installer, der die Karte auch in Garmin BaseCamp verfügbar macht. Unter Ubuntu / Linux ist das einfacher, man braucht nur die “gmapsupp.img”, die Datei, die auch auf das Garmin Gerät übertragen wird.

Die “gmapsupp.img” kann in QLandkarte nicht direkt verwendet werden, mit zwei einfachen Befehlen:

gmt -S gmapsupp.img
cgpsmapper-static mapset.mp

wird die Datei “gmapsupp.img” zuerst entpackt und dann für QLandkarte vorbereitet. In QLandkarte zuerst die Datei mapset.tdb auswählen und dann die Datei mapset.img, das war es auch schon. Auf meinem Intel Atom 525 Rechner hat das ganze (für eine Alpen-Karte) knapp 3 Minuten gedauert.

Beide Programme gibt es (kostenlos) für Linux (gmt, cgpsmapper), einfach die Dateien entpacken, mit chmod +x die Ausführungsrechte setzen und jeweils mit ./gmt und ./cgpsmapper starten.

Eine Liste aller kostenlosen Garmin Karten findet man auf der OSM Wiki Seite. Zudem gibt es noch Karten Services, die aktuelle Karten nach Ländern zum Download bereitstellen.

Eine der besten Services ist “http://garmin.openstreetmap.nl/” (Bild oben). Neu ist, dass man jetzt “Routable Bicycle” und “Generic Nautical” Karten erstellen kann. Nach der Erstellung der Karte über den Service können verschiedene Dateien herunter geladen werden, für Linux gibt es eine eigene Datei, die auch QLandkarte tauglich ist. Um Download Zeiten zu sparen lade ich immer nur die “gmapsupp.img” Datei herunter und bereite diese dann wie oben beschrieben für Qlandkarte auf.

Die Radwege der Karte werden in Rot dargestellt, in Graz sind auch alle Einbahnstraßen angezeigt, in denen das Radfahren entgegengesetzt der Fahrtrichtung erlaubt ist. Die Routing Funktion ist wirklich klasse und funktioniert gut.

Neuzugang Outdoor Handy XT-710v2

Auf Wanderungen habe ich immer ein altes einfaches Handy mit, damit man im Notfall Hilfe holen kann. Einige male musste ich das auch schon benutzen, um für andere Hilfe zu holen. Das alte Siemens S35 hat nun leider für immer den Geist aufgegeben und so musste ich mich nach einem Ersatz umsehen.

Normale einfache Handy’s werden ja kaum noch hergestellt, bei Pearl.de bin ich dann fündig geworden. Simvalley, die Eigenmarke von Pearl bietet gleich 3 verschiedene Outdoor-Handy Modelle an. Ich ahbe mich für das XT-710v2 entschieden, da es für meine Zwecke am besten geeignet ist.

Das Handy wird mit Programmen wie “Not Google+, Not Twitter und Not Facebook etc. ;)” ausgeliefert, soll heißen, das man mit den Handy einfach nur Telefonieren kann. Wer Internet will, kann WAP2.0 nutzen.
Technisch ist das Handy recht gut ausgestattet (die wichtigste Merkmale sind) :

- Dualband-Mobiltelefon für europäische Netze Tri-band GSM 900/1800/1900
- Vertrags- und SIM-Lock-Frei: Startklar für Ihre SIM-Karte
- Stoß-, Staub- und wasserfestes Gehäuse, Schutzklasse IP54
- Exzellenter 2,0″-Farb-TFT (5,0 cm): 176×220 QCIF+, 65K
- Datenaustausch: Bluetooth2.0, USB
- Outdoor-Specials:
- Kompass (2° genau),
- Höhenmeter (+/- 0,3m),
- Barometer (+/- 2 hPa),
- Thermometer (+/- 0,5 °C),
- LED-Taschenlampe
- Laserpointer,
- UKW-Radio
- Ultrastarker Li-Ion-Akku 1300 mAh für 270 Minuten Sprechen und 450 Stunden Standby
- Handliche Maße: 115 x 53 x 24 mm, angenehm leichte 138 Gramm
- Inklusive Akku, Ohrhörer, Netz-Ladegerät, Handkurbel-Dynamo, USB-Kabel, deutsches Handbuch

Das Outdoor-Handy liegt gut in der Hand ( 2,4 cm dick), das Display ist gut ablesbar und es ist LAUT. Die Verarbeitung ist erstaunlich gut, das habe ich eigentlich nicht erwartet, zudem sieht es noch Cool aus.

Der Akku hält im Standby ganze 18 Tage, bei meinem Test mit etwas telefonieren ( 1 x für 10 Min pro Tag) bin ich auf 13 Tage gekommen. Nutzt man die Auto Ein/AUS Funktion (Handy schaltet sich zu bestimmten Zeiten ein und aus) kommt man auf über 18 Tage. Mit dem beigefügten Handkurbel-Dynamo ist man völlig unabhängig vom Stromnetz. Der Empfang ist außerordentlich gut, in Bereichen, wo mein HTC One X nur noch ein Strich anzeigt und mit Gesprächsabbrüchen kämpft, hat das Outdoor-Handy noch 3 Stiche und ein Gespräch ist ohne Probleme möglich.

Wirklich überrascht war ich von den “Outdoor-Specials”, nach Kalibrierung des Kompass und Einstellung der Deklination zeigt dieser bis auf 2° genau an. Höhenmeter / Barometer und Thermometer funktionieren genau wie in den Spezifikationen beschrieben. Die LED Taschenlampe ist auch sehr praktisch (Dauerbetrieb). Wozu mein einen Laserpointer im Outdoor-Bereich braucht weiß ich nicht, den hätte man sich auch sparen können.

Das Radio funktioniert auch sehr gut, kurzum das Handy hält was es verspricht.

Mit dem GPS unterwegs ..

Mein Garmin GPS Gerät 62s habe ich jetzt seit einer Woche und bin recht zufrieden mit den Leistungen. Im schwierigen Gelände (Schluchten mit viel Bäumen) liegt die Genauigkeit immer noch bei 10 – 23 Metern. Das reicht aus um sich auch bei Nebel nicht zu verlaufen.

Für nicht Linux Systeme gibt es von Garmin entsprechende Software für die Routenplanung und Anzeige der GPX Tracks. Unter Linux ist das schon schwieriger aber nicht unmöglich. Auf dem GPS verwende ich die Reit und Wanderkarte (Topografische Karte, Alpenraum). Die Datei kann kann auf der Webseite herunter geladen werden und einfach auf das GPS Gerät kopiert werden.

In der Zip Datei ist auch noch eine Version (EXE) für Windows und Garmin Basecamp enthalten,  Garmin *.img Dateien, wie sie für das GPS benötigt werden, können von QLandkarte und andere Programme nicht angezeigt werden. Dafür ist ein anderes Datenformat erforderlich. Die meisten kostenlosen Garmin Karten enthalten neben dem img für das GPS auch noch einen Karten-Installer für Basecamp.

Mit dem Programm QLandkarte (Ubuntu / Linux) lassen sich die meisten (Garmin) Karten wie in Basecamp anzeigen. Damit die Anzeige in QLandkarte auch funktioniert, müssen 2 Dateien vorhanden sein (*.tdb / *mdr.img), diese Dateien enthalten einen Index der einzelnen Kacheln und eine Map der Karte. Nicht alle kostenlosen Karten (meist EXE Dateien) enthalten diese beiden Dateien und sind somit nicht nutzbar.

Leider enthält die Reit und Wanderkarte eine benötigte Datei nicht und man muss auf andere Karten ausweichen. Normalerweise Plane ich meine Routen Online mit der Reit und Wanderkarte, was sehr gut funktioniert. Diese Route enthält aber keine Höhendaten, diese bekommt man erst, wenn man die erstellte GPX Datei in Google Earth importiert.

Das Programm QLandkarte verwende ich mit einer anderen Karte (RadReiseKarte), die fast mit der Reit und Wanderkarte identisch ist aber leider keine Topografischen Merkmale enthält.

QLandkarte verwende ich hauptsächlich zur Anzeige von Tracks, die ich selber erstellt bzw. aufgenommen habe. Bei einem ausgenommenen Track werden dann auch die Höhendaten in einem Zusatzfenster richtig angezeigt.

Wanderung mit Hindernissen ..

Am verlängerten Wochenende waren meine Frau und ich mal wieder Wandern, diesmal wieder im Nationalpark Gesäuse und um zu. Eine Wanderung ging von der Oberst-Klinke-Hütte (Keiserau / Admont) vorbei am Kaibling zu einer andere Hütte ca. 4 1/2 Stunden. Der Weg sollte eigentlich nicht so schwer sein aber .. na ja .. wir haben unser geplantes Ziel nicht erreicht.

Der Weg war teilweise noch mit Schneefeldern im Wald bedeckt. Die Holzfäller haben die ein oder andere Wegmarkierung gefällt und weggebracht, überall Äste und Rinde (bis zu 40cm) auf dem sehr steil abfallenden Wanderweg und dazu noch jede Menge Geröll.

Irgendwann teilte sich der Weg, einige (wichtige) Markierungen waren wie schon erwähnt gefällt worden (nur Reste waren noch am Stamm zu sehen). Ein funktionierendes GPS Gerät oder Kompass wären nicht schlecht gewesen. Den Kompass hatte ich schlicht vergessen und mein HTC ONE X ist eine echte GPS Krücke, kein Empfang.
Die Wanderkarte hilft dann auch nicht viel, nach weiteren 200 Metern abstieg und weiteren Weggabelungen haben wir dann das Wander-Experiment abgebrochen.

Der steile Weg war nicht das Problem sondern die Orientierung (in Österreich Rot,Weiß,Rot sehr oft ohne Nummer), viele Wege wurden von den Waldarbeitern neu angelegt, Markierungen waren nicht mehr vorhanden.

Das passiert mir nicht wieder, ich brauche habe jetzt ein gutes und funktionierendes GPS Gerät, dass .. “mit dem WAAS/EGNOS-fähigen GPS-Empfänger mit hoher Empfindlichkeit und HotFix®-Satellitenvorhersage kann der eTrex 30 GPSmap 62s Ihre Position im Handumdrehen genau bestimmen und seine GPS-Position auch in dichten Wäldern und tiefen Schluchten beibehalten.”.

Der Akku soll bis zu 25 20 Stunden halten und kann mit “Custom maps”, was für mich wichtig ist. Im Internet gibt es viele Quellen für kostenlose Gamin GPS Karten (Reit und Wanderkarte, Alpenraum). Mit dem Programm “Mobile  Atlas Creator” kann man zusätzlich noch eigene Karten erstellen (Quelle Open Streetmap).

Das Programm funktioniert sehr gut, Karten können für die verschiedensten Geräte aus vielen unterschiedlichen Quellen erstellt werden. So eine “Eigene Karte” kann problemlos auf das eTrax 30 GPSmap 62s übertragen und genutzt werden. Dieser Aufwand lohnt sich aber nur, wenn man wirklich was spezielles für einen Bereich benötigt. Ansonsten findet man HIER Eine Liste der Kostenlosen Karten für Garmin Geräte.

Cartes du Ciel .. Skychart für Spezialisten

Über Cartes du Ciel (Skychart) hatte ich ja schon berichtet, diesmal geht es um die Spezialitäten und erweiterten Möglichkeiten mit zusätzlichen externen Programmen, die alle auf Linux bzw. Web basieren. Als Beispiel habe ich mir den offenen Sternenhaufen NGC6281 ausgesucht (Offener Sternhaufen, NGC 6281,Helligkeit: 5.40, Bezeichnung: OCL 1003). Als Datenbasis für die Sterne verwende ich den “UCAC3 star catalog” mit 100 Mio Sternen.

In Cartes du Ciel gibt es die Möglichkeit der Objektsuche (oben im Menü), hat man das Objekt gefunden, dann sieht das so aus:

Markiert man den Bereich des Objektes und wählt man dann im Menü Karte / DSS Bild abrufen aus, dann wird das Bild in der Karte als Overlay angezeigt, und das sieht dann so aus :

Viel geben die bisherigen Bilder nicht her, der offene Sternenhaufen sieht nicht sehr interessant aus, das täuscht aber.

Jetzt markiert man den Namen ” NGC 6281″ und Klickt darauf, die Beschreibung des Sternenhaufens wird angezeigt. Ganz unten im Fenster werden mehrere Links angezeigt. Klickt man dann auf “Mehr Informationen: Nach Name suchen: Simbad” gelangt man zu einer Webseite mit vielen Zusatz Informationen. Dort wählt man dann
“Plot & Images” aus und klickt dann auf den Link “Aladin Applet”. Im Applet klickt man oben auf den Button “AllSky opt”, darauf wird das ein farbiges Bild des Sternenhaufens angezeigt.

Das Bild entspricht in etwa dem angezeigte Bild auf der Sternenkarte von Cartes du Ciel, jetzt lädt man noch die Zusatzkarten “PPMX” und “2MASS” hinzu und bekommt dann (Farben können unterschiedlich sein) folgendes Bild. Unglaublich wie viele Sterne und andere Objekte jetzt in dem Bild angezeigt werden. Jedes Objekt (Kasten) kann ausgewählt werden. Die Informationen werden dann in einer Tabelle unter dem Bild angezeigt.

Gesucht habe ich 3 Objekte im Sternenhaufen, die sich jeweils deutlich bewegen. Diese Eigenbewegung der Objekte kann viele Ursachen haben, auf jeden Fall ist bei der Größe dieser Objekte etwas viel größeres und schwereres mit im Spiel.

Als nächstes Klickt man auf das Symbol “Speichern” und wählt dann “Export some planes”, das Bildformat muss FITS sein, diese Bild werden wir später noch brauchen.

Als nächstes brauchen wir noch ein gutes Programm um die FITS Bilddatei anzeigen und verändern zu können, über das Software Center wird das Programm “Spydr” installiert. Das Programm wird nach der Installation gestartet und das gespeicherte FITS Bild wird geladen.

Je nach Farbschema wird die Masse Verteilung der einzelnen Objekte besser sichtbar. Überlagert man nun mehrere Bilder (Invert, Substract, Blend .. externes Programm) dann bekommt man ein noch besseres auswertbares Ergebnis. Der letzte Prozess ist recht kompliziert und für die meisten Leser und Leserinnen eher uninteressant.

OMG .. The Sky is full of Stars

Für Linux gibt es zwei gute Astronomie Programme, das eine ist “Stellarium” und das andere ist “Cartes du Ciel (Skychart)“. Die beiden Programme unterscheiden sich deutlich von einander. Stellarium zeigt den Himmel (realistisch) mit Horizont, einigen Galaxien und je nach Datenbasis bis zu 20 Mio Sterne an.

Cartes du Ciel richtet sich mehr an Hobby Astronomen, die Anzeige der Sterne, Galaxien sind (technisch) korrekt (Sau blöder Ausdruck), damit ist die Anzeige der Sterne und Galaxy Grenzen etc. gemeint. Cartes du Ciel, zeigt zu jedem Objekt am Himmel eine genaue Beschreibung an.

Zusätzlich kann das angezeigte Objekt (Sterne / Galaxien) über externe Ressourcen im Internet analysiert werden  (Simbad, NED, HyperLeda).

Das Programm in der Version 3.7 (SVN) ist sehr stabil  und somit ein perfektes Programm für alle Astronomen und die, die es noch wenden wollen.

Installation:
Cartes du Ciel kann für Ubuntu als .deb Paket herunter geladen werden. Neben dem Programm sind auch noch weitere Kataloge und die 9000 Images von Galaxien zu empfehlen. Es gibt auch eine Installationsanleitung für Ubuntu mit Quellpaketen. Werden die .deb Pakete nach dem Download über das Software Center installiert, meckert dieses die “schlechte” Qualität der Pakete an, das kann man ignorieren. Alle Pakete sind OK.

Nach der Installation müssen die hinzugefügten Kataloge noch aktiviert werden.