Gambas Basic unter Linux

Als ich heute hörte, das ich ein Programm für Ubuntu schreiben muss, dachte ich zuerst an C/C++ wenn es schnell gehen soll, oder Java, Mono würde auch noch gehen. Aber nichts da, ich soll das Programm mit Gambas (eine Art Visual Basic) schreiben.

Zuerst dachte ich an einen schlechten Scherz, Basic, wie so das denn, das muss doch nicht sein. Nach längerem Bohren kam auch der Grund für Gambas raus. Das Programm soll eine GUI haben (GTK), einfach sein und von anderen änderbar, die weder C/C++ noch Java oder Mono Kenntnisse haben. Kaum zu glauben, das es so jemanden bei uns in der Firma gibt, aber es ist so.

Es gibt aber noch einen anderen Grund für Gambas. Das Endprodukt soll später als Paket für Debian, Fedora und Ubuntu vorliegen. Dabei soll der Ort im Menü, in dem das Programm installiert werden soll, vorher festgelegt werden. Das ist wichtig für die Dokumentation, die ich dann auch noch schreiben soll. Gambas kann Pakete für verschiedene Distributionen erzeugen.

Gambas hat zudem noch den Vorteil, das alles was das Programm benötigt mit im Paket vorhanden ist. Das verhindert eventuelle Konflikte bei Paketabhängigkeiten. Gambas wird mit einer Vielzahl von Beispielprogrammen ausgeliefert und ist auch ansonsten gut Dokumentiert

Ich hätte nie gedacht, das ich in meinem Leben noch mal Basic verwenden mus, aber man lernt nie aus.

Apple iPod Nano 2G unter ubuntu

In meiner Grabbelkiste habe ich noch einen iPod Nano gefunden, der wollte ich so einrichten, das ich die Musik auf dem iPod unter Ubuntu verwalten kann und es funktioniert. Aber der Weg dahin war Steinig.

Der iPod wurde mit dem Mac eingerichtet und hat dadurch auch das Mac Dateiformat und das war das größte Problem. Rhythmbox, Banshee und Songbird können mit dem Format nichts anfangen. Bis ich das herausgefunden habe hat es
etwas gedauert. Man kann zwar die Musik herunter kopieren aber rauf geht’s nicht.

Nachdem der iPod unter Windows formatiert wurde, stellte sich mir die Frage, welche Software soll ich jetzt verwenden. Rhythmbox ist bei Ubuntu der Musikplayer. Ich habe dann alle ausprobiert bis auf Amarok, ich mag keine KDE Programme unter Ubuntu.

Zuerst habe ich Banshee ausprobiert, Banshee zeigt den Inhalt vom iPod so an wie iTunes unter Mac OSX. Hübsch aber leider funktioniert das nicht richtig. Die Musik wird laut Anzeige mit dem iPod syncronisiert aber später ist nichts auf dem iPod drauf. Zudem ist Banshee oft hängen geblieben.

Songbird kann mit dem iPod umgehen, wenn das Plugin installiert ist. Das Design von Songbird erinnert stark an iTunes. Warum entwickeln die Leute immer Programme, die wie andere aussehen aber nicht so wie diese funktionieren. Linux ist anders und das sollte sich auch bei den Programmen niederschlagen, finde ich. Linux ist nicht Mac OSX und nicht Windows und das ist gut so. Wenn ich mit Ubuntu Arbeite, will ich nicht an Windows erinnert werden, sonst kann ich ja auch bei Windows und Co. bleiben.

Rhythmbox erkennt den Windows formatierten iPod ohne Probleme. Syncronisieren geht nur manuell aber es geht und das sogar sehr gut. Musik kann einfach auf den iPod gezogen werden und fertig. Ich würde mir schon so was wie ein automatischen Abgleich wünschen, aber was nicht ist kann ja noch werden.

Alles in allem bin ich mit Rhythmbox zufrieden, das Programm macht das, was man erwartet. Nicht mehr und nicht weniger, es geht halt.

Ubuntu 9.04 auf dem Macbook II

Ich hatte ja schon mal darüber geschrieben, wie man auf dem Macbook Ubuntu 9.04 installiert (Artikel). Ein Paar sachen will ich noch nachtragen.

Auf meinem Macbook (weiß) habe ich Mac OSX volkommen gelöscht, es ist nur noch Ubuntu drauf. Beim Starten des Macbooks wird für 2 sekunden der berühmte Folder mit dem Fragezeichen drin angezeigt, danach startet Ubuntu wie gewohnt.

Leider läuft nict alles so wie es soll. Die Kopfhörerbuchsen geben keinen Ton von sich, die Webcam geht nicht und die Sprachaufzeichnung auch nicht. Die Lautsprecher am Gerät laufen, der Ton ist aber nicht besonders. Apple verbaut in seine Hardware teilweise sehr exotische und billige Komponennten, die man unter Ubuntu nur mit vielen Tricks zu laufen bringt.

Das Apple gegen OpenSource und Freie Software und Linux ist, ist sicherlich bekannt. Steve Jobs sagte einmal “Freie Software schädigt die Hersteller, die kommerzielle Produkte entwickeln”. Ich glaube, das man das nicht weiter kommentieren muss, ich finde das eine Frechheit. Für mich ist das ein Grund mehr, die Apple Hardware von Mac OSX zu befreien.

Das Macbook verwende ich in der Firma und steht neben meinem Windows Rechner. Die Tastatur und Maus wird via Synergy ferngesteuert. Das hat den Vorteil, das man nur eine Tastatur und Maus benötigt. Ubuntu läuft sehr stabil auf dem Macbook, wer Zeit und Lust hat, krigt auch die “nicht funktionierende Hardware” zum laufen. In verschiedenen Foren (auch beu ubuntu) gibt es Tips dazu. Ich habe nur die Standard Installation durchgeführt.

Abiword mit Anzeigeproblemen

Eigentlich kann Abiword alles, was man sich von einer kleinen Textverarbeitung erwartet. OpenOffice verwende ich auch aber für meinen kleinen Medion akoya mini würde mit schon Abiword ausreichen.

Aber leider habe ich Probleme mit der Anzeige der Texte. Wenn ich was schreibe wird jeder Buchstabe dick unterstrichen (mal Punkte, mal Striche), wenn ich mit der Maus über die Buchstaben gehen, dann verschwinden diese oder werden wie auf dem Bild verdeckt.

Das Problem habe ich bei 3 unterschiedlichen Rechnern mit verschiedenen Grafikarten. Schade eigentlich, wenn jemand von Euch die Lösung für das Problem kennt, dann bitte diese in einen Kommentar schreiben .

Wie ich diese Montage ….

Es ist mal wieder Montag, ein Montag wie jeder Montag in den letzten Monaten. Mein Firmen Rechner startet kurz und meldet sich dann mit einem Blue Screen. Erst nach dem dritten Neustart geht’s dann wieder. Jeden Montag das selbe Ritual. Das einzige was mich Montags rettet, ist mein kleiner Medion akoya mini, auf dem Ubuntu läuft. So kann ich diese Zwangspausen überbrücken.

In der letzten Woche habe ich insgesamt 8 Rechner und Notebooks mit Ubuntu versorgt. Selbst langjährige Windows Nutzer konnten mit dem System schon nach wenigen Minuten etwas anfangen. Erstaunt sind immer alle, wie schnell die Installation geht, das man keine Treiber benötigt und das man die Programme, die man noch haben möchte einfach aus dem Internet nach installieren kann. So was gibt’s unter Windows nicht.

Was ich wirklich erstaunlich finde ist, das 12 bekannte von mir in den letzten Wochen von Windows auf Ubuntu umgestiegen sind.

Ubuntu 9.04 Release

Gestern war es soweit, Ubuntu 9.04 hat nun offiziell das Licht der Welt erblickt. Noch bevor die Ubuntu Webseite mit dem neuen Release online war, konnte man schon die neue Version herunter laden.

Bei identi.ca gibt es eine Englische Gruppe !ubuntu, wo das Erscheinen vorab angekündigt wurde, natürlich gleich mit dem Download Link. Wer Hilfe braucht oder einfach nur Informiert sein möchte, sollte dieser Gruppe beitreten.

Auch an die deutschen Ubuntu User wurde gedacht, seit Heute gibt es eine noch kleine Gruppe !ubuntude, auch hier kann man seine Fragen stellen und bekommt soweit möglich auch die passenden Antworten. Ich habe das Erscheinen genutzt und 4 Notebooks, die ich noch Installieren musste, mit dem Release versorgt.

Dropbox und Ubuntu 9.04

Durch einen Artikel von aptgetupdate.de bin ich auf Dropbox aufmerksam geworden. Am Mac verwende ich für eigentlich Evernote, der Nachteil, man kann keine Dateien Hochladen (Free Account). Es gibt da natürlich auch noch Box.net zur Dateiablage.

Das was mir an Dropbox so gefällt ist, das es für Linux / Ubuntu einen Client gibt, der im Hintergrund die Dateien eines bestimmten Ordners automatisch abgleicht. Zudem wird ein Protokoll geführt, was alle Änderungen genau auflistet.

Zudem kann man Ordner oder Dateien für andere Freigaben. Der Freie Account verfügt über eine Speicherkapazität von 2 GB, was für viele Zwecke wirklich ausreicht. Wer sich dafür interessiert, sollte den Link auf der Webseite aptgetupdate.de verwenden, dann gibt’s sogar noch etwas mehr.

Das kann nicht der richtige Weg sein .. oder ?

Na jedenfalls ist der Weg hier zu Ende, dabei hatte er auf einer breiten prächtigen Straße angefangen und ich bin gerne auf diesem goldenen schönen aber teuren Weg gegangen. Alles war so anders .. so viel schöner als auf den anderen Wegen, die ich kannte und ich kenne viele, sehr viele Wege. Als Informatiker muss ich das ja auch.

Und jetzt das. Plattencrash beim iMac nach 7 Monaten. Die Platte wurde getauscht, das dauerte nur 1 Woche. Egal iMac mit neuer Platte dann wieder installiert aus einem Backup und damit sollte das erledigt sein, war es aber nicht.

Ich habe mir damals Aperture gekauft, per Download und habe den Lizenzkey nicht mehr aber die online Rechnung, ist ja nicht so schlimm. Apple kennt meine Daten und auch die registrierte Seriennummer. Kennen die auch aber sagen wollen sie mir die nicht. Also alles auf dem Postweg erledigen, seit 3 Wochen geht das hin und her. Also echt, ich habe jetzt was ich brauche aber nicht von Apple sondern durch intensives Graben in den Innereien meines Backups.

Für mich endet hier der Weg mit Apple, wegen meines iPhones werde ich den iMac noch behalten, aber das war es dann.

Wie die Zeit vergeht …

Jetzt sind es nur noch 3 Tage, ab Heute, bis das Release von Ubuntu 9.04 pünktlich erscheinen wird. Die Jungs .. und Damen haben wirklich gute Arbeit geleistet. Angefangen vom Beta Release bis Heute sind fast alle Fehler behoben worden und auch die anderen Programme im Launchpad, stehen jetzt für jaunty bereit.

Aber das wichtigste ist, das jetzt viele Netbook Besitzer ohne Basteleien das mitgelieferte MS (würg) Betriebssystem gegen ein, richtiges Betriebssystem, das sich auch so nennen darf, “Ubuntu” austauschen können.

Mein Medion akoya Mini läuft damit einfach schnell und sicher und das alles Out Of The Box … Installieren und Glücklichsein .. ;)

Linux GPS und OpenStreet Maps

Ich habe nach einer einfachen und guten Möglichkeit gesucht um meine GPS Tracks in einer Karte anzeigen zu lassen und nach einer Möglichkeit GPS Tracks an Hand einer Karte zu erstellen. Aug dem Mac bzw. Windows habe ich die Garmin Software und die Topo Österreich verwendet aber unter Linux geht das nicht.

Als Basisdaten wird unter Linux meist das Material von Open Street Map (OSM) verwendet, welches sehr gut und genau ist und dazu noch kostenlos. OSM wird in Programmen wie Digikam (mit dem Programm lassen sich auch Bilder Geotaggen) und Marble, der universellen Globus. Auch Viking verwendet die OSM Karten.

Viking, kann über den Paketmanager installiert werden (Ubuntu 9.04) und erfüllt die gleichen Aufgaben wie die Garmin Software. Tracks können eingelesen und auf einer OSM Karte dargestellt werden. Man kann aber auch eigene Tracks anlegen und diese auf das GPS übertragen. Das Programm ist natürlich auch Open Source und verwendet immer die aktuellsten Karten.

Das Programm Viking ist einfach zu bedienen, zuerst einen Map Layer hinzufügen, dann den Track laden und schon wird dieser auf der Karte angezeigt. Toll ist auch, das der Track inkl. Karte gespeichert, exportiert, geduckt werden kann.
Es gibt noch eine ganze Reihe von weiteren Funktionen, die ich bis jetzt noch nicht ausprobieren konnte. Alles in allem ist Viking wieder mal ein tolles kostenloses Programm, was man wirklich empfehlen kann.