Die Softwareentwicklung mit Ruby on Rails macht Spaß und für die Programmierung reicht ein einfacher Testeditor völlig aus. Viele ScreenCasts, die man so findet, wurden mit Editor Textmate (MacOSX) gemacht, lasst euch da nicht abschrecken, Textmate sieht toll aus und es gibt auch einen (in jruby) geschriebenen Editor (für alle Systeme), der ähnlich ist wie Textmate.
Es gibt auch einige IDE’s, die mehr oder weniger gut funktionieren, z.B. Aptana Rails2, Netbeans (6.9.x) und auch einige Kommerzielle (siehe hier). Bei mir hat Aptana nicht wirklich funktioniert, zudem ist die IDE recht langsam und es kommt immer wieder zu Fehlern, weil anscheinend die Bundles nicht richtig geladen werden können.
Netbeans unterstützt Ruby on Rails nur noch in der aktuellen 6.9.x Version, die neue 7.0 Version kommt ohne Unterstützung, allo keine Updates und Support mehr. Netbeans 6.9.x findet auch so einiges nicht, die sqlite3 DB kann nicht angesprochen werden und obwohl Rails installiert ist, findet Netbeans dieses nicht. Viele Fehler machen ein Arbeiten unmöglich.
Ich habe mir dann noch RubyMine (Kommerziell) angesehen und habe erwartet, das diese IDE ohne Fehler funktioniert, tut sie aber leider nicht. Einige Bundles werden auch hier nicht erkannt, obwohl vorhanden, Rails wurde beim Anlegen eines neuen Projektes auf die Version 3.06 RC2 aktualisiert. Auf Ubuntu 10.10 läuft auch diese IDE (30 Tage Demo) nicht brauchbar.
Womit wie wider bei den Editoren angelangt sind. Editoren sind gut aber nicht unbedingt Komfortabel. Funktionen wie die Auto-Vervollständigung von Befehlen ist schon klasse, es geht natürlich auch ohne. Als Editor für Linux bietet sie der “gedit” an, man kann einige Plugin’s wie “Terminal Fenster” etc. aktivieren, die einem das Arbeiten schon einmal erleichtern. Es sieht dann so aus, dass man den Editor offen hat und zusätzlich noch ein bis 2 Terminals (siehe unten).

Zum Glück gibt es aber noch Redcar, was wie schon erwähnt auf allen Betriebssystemen läuft. Die Installation ist recht einfach und wird über “gem install redcar” gemacht.

Der Editor kann alles, was Textmate für MacOSX auch kann und verfügt über einen Auto-Vervollständigung und weiteren Features, die sehr nützlich sind. Nett ist “Tasks”, hier werden alle Code Änderungen mit Datum und Dauer versehen. Der Bundle Viewer gibt Übersicht, was alles installiert ist und und und. Redcar verfügt über sehr viele Funktionen, die leider schlecht dokumentiert sind. Arbeiten kann man damit aber sehr gut, obwohl Redcar erst als Alpha Version vorliegt.